DESIGN THINKING / PHASE 3

Sichtweise definieren

Beobachtungen bündeln
Ursachen einordnen
Problemstellung fokussieren

Erkenntnisse zu einer begründeten Problemstellung verdichten.

Leitfrage: Welches Problem ist für welche Menschen unter welchen Bedingungen relevant?

Problem, Symptom und Ursache unterscheiden

Ein Symptom ist eine wahrnehmbare Folge, etwa lange Wartezeiten oder wiederkehrende Beschwerden. Das Problem beschreibt die relevante Schwierigkeit für Menschen in einer bestimmten Situation. Eine Ursache erklärt, wodurch diese Schwierigkeit entsteht oder aufrechterhalten wird. Dieselbe Folge kann mehrere Ursachen haben.

Bei der Parkplatzsuche ist Stress ein mögliches Symptom. Das Problem könnte sein, dass Berufspendler ihre Ankunft nicht verlässlich planen können. Ob fehlende Stellplätze, unklare Informationen, Arbeitszeiten oder andere Faktoren dazu beitragen, muss untersucht werden.

Mit „5 Warum“ Ursachen erkunden

Ausgehend von einer konkreten Beobachtung wird wiederholt nach dem Warum gefragt. Jede vermutete Erklärung wird mit vorhandenen Hinweisen abgeglichen. Fünf Fragen sind eine Orientierung, keine feste Vorgabe; bei mehreren plausiblen Ursachen werden verschiedene Zweige verfolgt. Das Ergebnis sind überprüfbare Ursachenannahmen, kein automatischer Beweis.

Trenne dabei Beobachtung und Deutung. Beobachtungen sauber auswerten →

Die gewünschte Wirkung beschreiben

Halte fest, für wen sich was in welcher Situation verbessern soll. Beschreibe zunächst die Wirkung, bevor ein Produkt oder eine Technologie gewählt wird. „Berufspendler können ihre Ankunft zuverlässiger planen“ benennt eine Verbesserung; „eine Parkplatz-App entwickeln“ benennt bereits einen Lösungsweg.

Bestimme außerdem, welche Rahmenbedingungen gelten und welche Nachteile vermieden werden sollen. Die Relevanz des Problems bleibt eine zu prüfende Annahme, bis sie durch Erfahrungen und geeignete Untersuchungen gestützt wird.

Eine offene Innovationsfrage formulieren →

Den Problemrahmen mit Reframing hinterfragen →

Wirkung anhand beobachtbarer Kriterien prüfen →

So gehst du vor

  1. Beobachtungen vergleichen und wiederkehrende Zusammenhänge erkennen.
  2. Bedürfnisse und Ursachen voneinander unterscheiden.
  3. Eine fokussierte Problemstellung und eine offene Gestaltungsfrage formulieren.

Ergebnis der Phase

Eine nachvollziehbare Problemdefinition als Ausgangspunkt der Ideenarbeit.

Rollen und Denkweisen

Profilbild: Detektiv

Detektiv

Ursachen, Zusammenhänge und Annahmen untersuchen.

Denkweise: analytisch, hinterfragend.

Profilbild: Prüfer

Prüfer

Ergebnisse und Tragfähigkeit beurteilen.

Denkweise: kritisch, evidenzorientiert.

Profilbild: Navigator / Macher

Navigator / Macher

Entscheidungen und Umsetzung organisieren.

Denkweise: strategisch, operativ.

Besonders hilfreich: Detektiv und Navigator. Die Rollen bezeichnen Beiträge zur Arbeit, keine festen Stellen oder ausschließlich zuständigen Personen.

Einordnung: Problemraum – Übergang zum Lösungsraum.

Nächster Prozessschritt: Ideen entwickeln →

Aus Erkenntnissen weiterlernen

Prüfe, ob das Ergebnis belastbar genug für den nächsten Schritt ist. Neue Erkenntnisse können frühere Annahmen verändern. Kehre dann gezielt zu der Phase zurück, die die offene Frage klären kann.

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Bedürfnismuster zu Archetypen verdichten

Vergleiche die Erkenntnisse aus Interviews und Beobachtungen. Archetypen machen wiederkehrende Ziele, Bedürfnisse und Verhaltensweisen sichtbar und unterstützen die Formulierung einer präzisen Problemstellung.

Archetypen entwickeln →