DESIGN THINKING / PHASE 4

Ideen entwickeln

Möglichkeiten öffnen
Ansätze kombinieren
Ideen auswählen

Mehrere unterschiedliche Lösungsrichtungen erschließen und begründet auswählen.

Leitfrage: Welche unterschiedlichen Wege könnten das erkannte Problem lösen?

So gehst du vor

  1. Zunächst viele und auch ungewöhnliche Möglichkeiten sammeln.
  2. Ansätze kombinieren und unterschiedliche Perspektiven einbeziehen.
  3. Danach nach Nutzen und Lernpotenzial auswählen und Annahmen benennen.

Ergebnis der Phase

Ausgewählte Lösungsansätze mit prüfbaren Annahmen.

Lösungsansätze mit ihren Folgen bewerten

Vergleiche Ideen anhand der gewünschten Wirkung und derselben Rahmenbedingungen. Betrachte dabei das Zusammenspiel von Menschen, Organisation, Technologie, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Ein überzeugender technischer Ansatz kann dennoch ungeeignet sein, wenn er beispielsweise die Nutzung erschwert oder dauerhaft nicht getragen werden kann.

  • Nutzen und Zugang: Wem hilft der Ansatz, und können die betroffenen Menschen ihn tatsächlich nutzen?
  • Umsetzung und Betrieb: Welche Abläufe, Fähigkeiten, Ressourcen und technischen Voraussetzungen sind nötig?
  • Aufwand und Wirtschaftlichkeit: Wer trägt Kosten und Arbeit, und welche Annahmen stehen hinter der Einschätzung?
  • Weitere Wirkungen: Welche sozialen und ökologischen Folgen sind möglich, auch außerhalb des unmittelbar betrachteten Bereichs?
  • Zielkonflikte: Welche Verbesserung erschwert ein anderes Ziel, und lässt sich dieser Konflikt durch eine Variante oder Kombination entschärfen?

Lege verbindliche Anforderungen und verhandelbare Kriterien vor der Auswahl offen. Dokumentiere für jeden Ansatz erwartete Wirkung, mögliche Nachteile, Belege und offene Annahmen. Ein Gesamtwert darf einen entscheidenden Nachteil oder eine nicht erfüllte Anforderung nicht verdecken.

Frühe Bewertungen bestimmen, welche Ansätze weiter untersucht werden. Sie belegen noch keine Tragfähigkeit. Besonders unsichere, entscheidende Folgen werden anschließend gezielt geprüft.

Wechselwirkungen im Problemraum verstehen →

Wirkung und mögliche Nachteile testen →

Rollen und Denkweisen

Profilbild: Erfinder / Designer

Erfinder / Designer

Alternative Lösungen gestalten.

Denkweise: kreativ, kombinierend.

Profilbild: Prüfer

Prüfer

Ergebnisse und Tragfähigkeit beurteilen.

Denkweise: kritisch, evidenzorientiert.

Besonders hilfreich: Erfinder / Designer und Prüfer. Die Rollen bezeichnen Beiträge zur Arbeit, keine festen Stellen oder ausschließlich zuständigen Personen.

Einordnung: Lösungsraum.

Nächster Prozessschritt: Prototypen bauen →

Aus Erkenntnissen weiterlernen

Prüfe, ob das Ergebnis belastbar genug für den nächsten Schritt ist. Neue Erkenntnisse können frühere Annahmen verändern. Kehre dann gezielt zu der Phase zurück, die die offene Frage klären kann.

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