METHODE
Enabler ordnen und bewerten
Mehrere Enabler zusammenführen, ihren möglichen Nutzen sichtbar machen und ihre Nutzbarkeit vergleichen.
Ziel und Kurzüberblick
Möglichkeiten, Ergänzungen und Lücken sichtbar machen.
Den Vergleich mehrerer vorhandener Enabler-Steckbriefe im selben Kontext.
30–60 Minuten; erster Arbeitsstand in 10 Minuten.
Allein vorbereiten oder mit 2–5 Personen gemeinsam bewerten.
Eine Landkarte mit Suchrichtungen, Nutzen und Nutzbarkeit sowie einem nächsten Prüfschritt.
Was ist die Methode?
Bei der Enabler-Bewertung vergleichst du Technologien, Fähigkeiten, Ressourcen und Partnerschaften im Hinblick auf eine konkrete Aufgabe. Du prüfst möglichen Nutzen, Verfügbarkeit, Voraussetzungen, Abhängigkeiten und offene Fragen. Die begründete Einordnung zeigt, welche Enabler du untersuchen, entwickeln oder kombinieren solltest. Eine Enabler-Landkarte stellt das Ergebnis übersichtlich dar; die Bewertung erfolgt anhand der zugrunde liegenden Informationen.
Wann einsetzen?
Mehrere Enabler zusammenführen, ihren möglichen Nutzen sichtbar machen und ihre Nutzbarkeit vergleichen.
Leitfrage
Mehrere Enabler zusammenführen, ihren möglichen Nutzen sichtbar machen und ihre Nutzbarkeit vergleichen.
Vorbereitung und benötigte Informationen
Kläre die Fragestellung, die Beteiligten und die verfügbaren Informationen vor dem Start. Nutze für die Dokumentation das verlinkte Arbeitsblatt.
Ablauf in Schritten
Bearbeite die vier Aufgaben der Reihe nach. Das Ergebnis jedes Schritts hilft dir beim nächsten.
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01Kontext festlegen
Deine Aufgabe
Verwende für alle Enabler dieselbe Aufgabe oder dasselbe Suchfeld. Sammle ihre Steckbrief-IDs.
Ergebnis dieses Schritts
Ein gemeinsamer Betrachtungskontext mit den zugehörigen Enabler-Steckbriefen.
Wozu? Damit die Enabler sinnvoll miteinander verglichen werden können.
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02Dimension zuordnen
Deine Aufgabe
Ordne jeden Enabler genau einer Dimension zu. Halte die Begründung im Steckbrief fest.
Ergebnis dieses Schritts
Jeder Enabler ist einer Suchrichtung zugeordnet.
Wozu? Damit sichtbar wird, welche Fähigkeiten vorhanden sind und wo Lücken bestehen.
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03Nutzbarkeit einordnen
Deine Aufgabe
Benenne einen konkreten Nutzen oder wähle „Noch zu erschließen“. Prüfe Zugang, Reife und erforderliche Fähigkeiten im konkreten Kontext.
Ergebnis dieses Schritts
Der Enabler steht auf der gestrichelten Linie; sein Nutzen erscheint außen auf derselben radialen Linie.
Wozu? Damit Enabler und zugehörige Anwendung eindeutig verbunden bleiben.
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04Nächsten Prüfschritt festlegen
Deine Aufgabe
Wähle einen Enabler aus, dessen Nutzen oder Nutzbarkeit du vertiefen möchtest. Halte fest, welche Frage du als Nächstes prüfen willst.
Ergebnis dieses Schritts
Ein ausgewählter Enabler mit einer konkreten Prüffrage und einem kleinen nächsten Versuch.
Wozu? Damit aus der Übersicht ein konkreter Lernschritt entsteht.
Ergebnis und Auswertung
Mehrere Enabler zusammenführen, ihren möglichen Nutzen sichtbar machen und ihre Nutzbarkeit vergleichen.
Grenzen und typische Fehler
Bewerte technische Reife und eigene Nutzbarkeit getrennt. Ordne jeden Enabler genau einer Dimension zu. Ein benannter Nutzen ist zunächst eine Vermutung und muss für eine konkrete Zielgruppe geprüft werden.
Wie geht es weiter?
Fehlen Belege zu einem Enabler, vertiefe seinen Steckbrief. Prüfe wichtige Annahmen mit der Annahmenkarte und mache eine ausgewählte Anwendung mit einem Prototyp erfahrbar.
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Suchrichtungen für neue Möglichkeiten
Die Dimensionen beschreiben, welche neue Fähigkeit ein Enabler eröffnet. Die folgenden vier Suchrichtungen sind Startvorschläge. Passe sie im Template an dein Suchfeld an und verwende zwei bis acht Dimensionen. Sie gelten für digitale und nichtdigitale Technologien, Wissen, Fähigkeiten und Partnerschaften. Jeder Enabler wird genau einer Suchrichtung zugeordnet.
Erkennen & Verstehen
Informationen gewinnen, Zusammenhänge erkennen und Entwicklungen vorhersagen.
Anregungen: Sensorik, Analysen, Forschung.
Handeln & Herstellen
Tätigkeiten ausführen, Produkte herstellen und Leistungen verbessern.
Anregungen: Robotik, Materialien, Fertigung.
Verbinden & Zusammenarbeiten
Menschen, Systeme und Ressourcen zusammenbringen.
Anregungen: Infrastruktur, Schnittstellen, Standards.
Zugang & Nutzung ermöglichen
Angebote erreichbar, verständlich und nutzbar machen.
Anregungen: Vertriebswege, Bedienkonzepte, Assistenz.
Nutzen / Anwendung benennen: Beschreibe konkret, was der Enabler ermöglicht, etwa „Materialfehler früh erkennen“. Dieser Text erscheint außen in der Landkarte. Noch zu erschließen: Zugang, Kompetenzen, Bedingungen oder Erprobung fehlen noch. Halte diese Lücken fest.
Von der Technologie zur neuen Möglichkeit
Enabler → neue Fähigkeit → mögliche Anwendung → Nutzen → kleiner Versuch
Frage zuerst, was konkret möglich wird. Beschreibe dann, für wen die Anwendung eine Aufgabe erleichtert und woran du den Nutzen im Versuch erkennen würdest.
Passendes Werkzeug
Die Arbeitsfläche und das ausfüllbare Arbeitsschema findest du auf einer eigenen Werkzeugseite. Wähle die Methode nach deiner Fragestellung; nutze das Werkzeug zum Erfassen und Dokumentieren.
Enabler-Landkarte öffnen →